Sofia, die Haupstadt Bulgariens liegt recht weit im Westen des Landes. Ich landete mit Lufthansa im Mai 2015 und verbrachte 3 Tage hier, um dann eine Rundreise durch Bulgarien zu starten.
Gleich vorweg, bis zum schwarzen Meer bin ich nicht gekommen, da die Entfernung mir für die Kürze der Zeit zu groß war, da ich nur ein paar Tage zur Verfügung hatte.

 

Mein erster Eindruck von Sofia

Seit der Jungsteinzeit ist Sofia eine Siedlung der Menschen gewesen. Demzufolge findet man hier Spuren fast jeder Epoche der Menschheit: römisch, byzantinisch, ottomanisch bis hin zu stalinistisch!

Ich fand diesen Mix am Anfang etwas schwer zu entziffern. Mit einer Führung war es dann offensichtlicher und auch für mich befriedigender, durch die Straßen zu gehen und diese wundervolle Stadt zu genießen.

 

Der erste Eindruck ist, dass die Stadt recht sauber und aufgräumt wirkt. Ich fühle mich sicher und die Menschen auf den Straßen sind freundlich und hilfsbereit. Viele antworten mir in Englisch, was auch ganz gut ist, da ich durch die kyrillische Schrift kaum etwas verstehe. Zum Glück sind viele Dinge auch in latinischen Buchstaben geschrieben.

Trotz rund 1,2 Millionen Menschen, die hier leben, scheint es eine ruhige und übersichtliche Stadt zu sein!

 

Rundgang durch Sofia

Wie jede größere Stadt hat auch Sofia mehrere Stadtviertel und sehr unterschiedliche Stadtgebiete. Mein Startpunkt ist der Boulevard Knyaz Aleksandur Dondukov. Diese zentrale Hauptstraße führt durch das Zentrum und entlang befinden sich auch wichtige Hotels.

 

Südlich des Boulevard Knyaz Aleksandur Dondukov - Historisches Zentrum

Rundgang 1: Historisches Zentrum und Zone der Monumente

Im südlicheren Teil des Zentrum Sofias findet man die meisten wichtigen Gebäude und Institutionen der Stadt. Hier wirkt alles sehr städtisch und touristischer und man merkt der Stadt ihre (manchmal verborgene) Schönheit, aber auch den Anspruch an, eine der großen und wichtigen Hauptstädte Europas zu sein.

Am Schnittpunkt mit dem Boulevard Tsar (=Zar) Osvoboditel findet man den Präsidentenpalast, mit der Wache davor, und im Innenhof ein römisches Überbleibsel, die Rotunda Sveti Georgi. Sehr schön anzusehen. Gegenüber ist das Parlament in einem stalinistischen Großbau. Daneben befindet sich das Archaeologische Museum.

Geht man von hier etwas weiter nach Osten kommt man nach wenigen Minuten zum Sofia Stadt-Garten, mit dem wunderschönen National Theater und der Konzertthalle gleich nebenan.

Zurück zum Boulevard Tsar Osvoboditel findet man die Kunstgallerie, das Naturgeschichtemuseum und am Ende der immensen Fläche dann die alles dominierende Kathedrale Aleksandur Nevski.

Direkt dahinter findet man einen Teil der Universität, die Nationalbibliothek und den botanischen Garten.

 

Rundgang 2: Vitosha-Einkaufsstraße bis zum Nationalpalast der Kultur (Theater- und Konzerthaus)

Vom Präsidentenpalast geht man direkt zur Vitosha. Diese breite Fußgängerzone geht als gerade Straße durch Sofia. Hier fidet man neben vielen bekannten Geschäften und großen internationalen Ketten auch überall viele kleine Terrassen, wo die Menschen draußen sitzen und ihren Kaffee oder einen Rakis (Obstler) trinken.

Am Ende kommt man zum Bulgaria-Platz, einem riesengroßen Platz, mit Parkanlage, einem kommunistischen Denkmal, welches die letzte Minsterin für Kunst hat initiieren lassen... Abscheulich, groß und irgendwie lächerlich... aber nun ja, das waren andere Zeiten.

Am Ende des großen Platzes befindet sich der Nationalpalast der Kultur, Theater und Konzerthaus mit mehren Bühnen auf mehreren Etagen. Gebaut 1981, mitten in der Endphase des Kommunismus zeigt es den Charme der 80er und den Prunk der Zeit.

Oben gibt es ein Restaurant mit einer wirklich guten Außenterasse. Hier lohnt es sich einen Kaffee zu trinken. Die Aussicht ist einfach nur klasse! Auf der einen Seite liegt das Zentrum auf der anderen Seite die Berge mit ihren Villenvierteln.

 

Nördlich des Boulevard Knyaz Aleksandur Dondukov

Der nördliche Teil ist urbaner! Mehr Wohnungen, kleinere Straßen und mehr kleine Geschäfte sowie mehr Leben. Dieser Teil heißt auch Oborishte. Hier stehen noch viele Häuserruinen und Häuser, welche seit 20-30 Jahren keine Restaurierung erfahren haben.

Hier befindet sich die letzte große Moschee (Banya Bashi). Zu Zeiten des Sozialismus wurden viele Moscheen geschlossen und abgerissen. Direkt gegenüber die große Markthalle. Wiederum dahinter befindet sich die deutlich kleinere Synagoge.

Ein interessanter Punkt ist Banski plodz, ein Platz an dem Wasser aus den Bergen für alle zur Verfügung steht. Hier holen sich viele Menschen frisches Wasser.

Daneben stand eine Frau, welche russische Opern sang. Eine interessante und ruhige Atmosphäre.

Geht man die Straße weiter entlang, kommt man auf die zum Schachbrettmuster diagonal verlaufende Stefan Stamblow-Straße. Hier wurde vor einigen Jahren alles restauriert, so dass es nun eine Marktstraße ist. An unzähligen Stellen wird sehr gutes Gemüse und Obst, sowie Fleisch, Käse und lokaler Honig angeboten. Auch Abends ein interessanter Ort zum kennenlernen.

Einen Tipp noch für Sonntags: Der Synthi- und Romamarkt BaTag

 

 

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